Ein Rückblick auf Perry Rhodan 2700-2899

Published: by

Heute erscheint Perry Rhodan Band 2900, da will ich die Gelegenheit nützen, einmal auf den vergangenen zwei Zyklen zurück zu schauen. Spoilers ahead!

Die Beiden Zyklen (eigentlich sind es drei, die Bände 2875-2899 bilden den Mini-Zyklus "Sternengruft") hängen in ihrer Handlung sehr stark zusammen, weshalb ich sie auf einmal bespreche. Erschienen sind die 199 Bände zwischen Mai 2013 & März 2017 also über einen Zeitraum von nicht ganz vier Jahren. Nicht Perry Leser- dürfen sich einen solchen Zyklus nicht als eine komplett durchgehende Handlung vorstellen, das Prinzip ist eher das einer Fernseherie mit verschiedenen Handlungssträngen, die abwechselnd beleuchtet werden und die zu einem gemeinsamen Metaplot gehören. Schon die Prämisse des 1. Zyklus "das atopische Tribunal" ist mehr als ungewöhnlich: Ein Volk von bisher noch nicht in Erscheinung getretener Aliens behauptet dass niemand anderes als Perry Rhodan selber in der Zukunft für ein katastrophales Ereignis das die ganze Milchstraße ins Chaos stürzen soll verantwortlich sein soll. Sie nutzen diese Behauptung nicht nur, um Perry selber für zwei Jahrhunderte einsperren zu wollen sondern unterwerfen sich binnen Kurzem auch noch die gesamte Milchstraße. Recht schnell ist klar: Um dieses "atopische Tribunal" los zu werden, müssen sich die Terraner dorthin auf machen, von wo auch die atopischen Richer kommen: Die Atopie, auch "die jenzeitigen Lande" genannt. Da man für dieses Vorhaben nicht nur ein Raumschiff eines solchen Richters sondern auch einen Piloten benötigt, wird auch noch Atlan für das Unternehmen rekrutiert. Einem atopischen Richter sein Raumschiff abzunehmen ist keine leichte Aufgabe. Hier kommt einer der beiden ersten Hauptdarsteller des Doppelzyklus in Spiel: Das Fernraumschiff RAS TSCHUBAI: ENdlich hat die Perry Rhodan Serie wieder ein ordentliches Raumschiff bei dessen Dimensionen so mancher Trekkie vor Neid erblassen dürfte: Eine Kugel von 3752 m, die eine Crew von 40.000 Besatzungsmitgliedern beherbergt. Weitere Eckdaten zu dem Brummer findet man in der Perrypedia. Mit der RAS wird zunächst Perry wieder aufgestöbert, danach das Richterschif CHUVANC erobert & schlussendlich (mit einem kleinen Abstecher in die Vergangenheit der Milchstraße) in die Galaxie Orppleyd geflogen um das Geheimnis der Thiuphoren zu lüften. Die RAS hat nicht nur jede Menge Abenteuer im klassischen Space Opera zu bieten sondern faährt auch mit eienr Menge Crewmitglieder abseits der üblichen Unsterblichen auf, die einem rasch ans Herz wachsen. Das Highlight des Doppelzyklus war für mich jedoch definitv Atlans Reise in die jenzeitigen Lande. Transterraner, die ATLANC, die Geniferen, die introversen Gefilde, her wird mit derartig vielen komplett neuen Konzepten aufgefahren, dass auch erfahrenen Perry-Lesern aufpassen müssen, nicht schnell die Übersicht zu verlieren. Wenn jemand einmal exemplarisch in einen Band des Zyklus hineinlesen will, würde ich auch den Auftakt-Band dieser Handlungsebene, den Band 2820 "Der Geniferen-Krieg" empfehlen. Hier wird auf der ATLANC derartig bei Null begonnen, dass Perry-Neulinge wie auch Stammleser auf beinahe dem gleichen Wissensstand sind.

Insgesamt hat der Atopie-Doppelzyklus etwas schwächer begonnen als er geendet hat. Anfangs hat noch "WTF wollen die eigentlich??" überwogen, doch die jenzeitige3n Lande & die vielen Guten Zeiten auf der RAS haben mehr als entschädigt.

Wer ohnehin eher nicht so fürs nachholen alter Zyklen zu haben ist: Gerade diese Woche (am 16.3.17) ist mit Band 2900 der Auftakt des Genesis-Zyklus erschienen: Jetzt also entgültig alles neu im Perryversum? Wir werden es sehen.